Armband, Otto Hahn III

Seltenes Armband
Otto Hahn
– Unikat-

Kategorie:

Beschreibung

Seltenes Armband
Otto Hahn III

750er Gold
Entw.: Otto Hahn III
Ausf.: Otto Hahn
Bielefeld 1960er Jahre
L: 17,5cm, B.: 2,6cm; 56,8g

Dieses Armband besteht aus sechs Einzelteilen, die jeweils mit zwei Ringen aneinandergefügt sind. Das Armband hat durch sie eine sehr schöne Beweglichkeit. Diese Einzelteile bestehen aus unterschiedlichen Rechtecken und Quadraten, die einmal als Rahmen, einmal als gefüllte Elemente gearbeitet sind.
Die Oberfläche ist in hochfeiner Strucktur ziseliert und jedes einzelne Element ist einzigartig gefertigt. Durch die feine Ziselierung haben die Goldelemente eine außergewöhnliche Lichtbrechung und Lichtreflektion.
Durch die unterschiedliche Form und Anordnung der einzelnen Rechtecke und die Transparenz, die sie vermitteln, wirkt das Armband sehr leicht und sehr elegant.
Es handelt sich um ein sehr hochwertig gearbeitetes Einzelstück, das von zeitloser außergewöhnlicher Ausstrahlung ist.

Otto Hahn
studierte an der Kölner Werkschule (1953-54) und war dort Schüler von Elisabeth Treskow. 1957 machte er seine Meisterprüfung und
1960 erhielt er eine Auszeichnung für besonders hervorragende Leistungen anlässlich einer Ausstellung der Deutschen Gold- und Silberschmiede.

Elisabeth Treskow (1898 bis 1992)

Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschulen in Essen und Schwäbisch-Gmünd machte Elisabeth Treskow eine Goldschmiedelehre bei dem berühmten Professor Karl Rothmüller in München.
1919 eröffnete sie in ihrer Heimatstadt Bochum ihre erste eigene Goldschmiedewerkstatt, die sie 1923 auf die Essener Margarethenhöhe, damals eine bekannte Künstlerkolonie, verlegte. Von Detmold aus, wohin sie der Krieg verschlagen hatte, wurde sie 1948 an die Kölner Werkschulen berufen. Bis 1964 lehrte sie dort als Professorin.

Sie stellte sehr viel außergewöhnlich schönen Schmuck her. Sie erhielt aber auch öffentliche Aufträge, arbeitete im kirchlichen Bereich und war an Restaurierungsarbeiten beteiligt.
Als Professorin in Köln wirkte sie stilbildend und hatte viele bedeutende Schüler. Um 1930 gelang ihr die Wiederentdeckung der antiken Granulationstechnik. In ihrer späteren Zeit befasste sie sich intensiv mit antiken Münzen, Gemmen und Rollsiegeln, die sie in moderne, schlichte Fassungen brachte.

Außer einigem Schmuck in Privatbesitz und dem liturgischen Gerät in der Kirche St. Nikolaus von Flüe zu Marmelshagen befinden sich in Bochum zwei ungewöhnliche Stücke von Elisabeth Treskow.
1954 beschloss die Bochumer Maiabendgesellschaft, die im Krieg verlorene Königskette nach altem Vorbild wiederherstellen und die wenigen wiederaufgefundenen Königsplaketten neu fassen zu lassen. Diese Arbeit wurde von Elisabeth Treskow ausgeführt. Gleichzeitig fertigte sie im Auftrag der Maiabendgesellschaft ein Diadem für die Schützenkönigin an.

 

Armband, Otto Hahn III
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