Brosche, Lapponia

Sehr schöne Brosche
Björn Weckström
Helsinki 1970er Jahre

 

Kategorie:

Beschreibung

Sehr schöne Brosche
Björn Weckström

750er Gold
/Perlen
Mod.: „Bow of Argo“
Entw.: Björn Weckström
Ausf.: Lapponia
Helsinki 197oer
Ø 4cm; 11,2g

Diese Brosche ist ein typisches Stück für die kühnen Entwürfe des Björn Weckstrom, der die Manufaktur Lapponia nachhaltig prägte.
Sie hat skulpturalen Charakter und eine weitgehend mattierte Öberfläche, die allerdings durch ihre Unebenheit ein aussergewönliches Lichtspiel erzeugt. Die Natur stand bei diesem Stück Modell und war Inspirationsquelle. Die organische Oberfläche stellt einen sehr schönen Kontrast zu den feinen, wie zufällig angeordneten Perlen dar. Beide Materialien spielen mit Licht und sind wunderschön in ihrer Ausstrahlung.
Es handelt sich bis heute um ein zeitloses Schmuckstück, dass ein Ausdruck mutigen Designs seiner Zeit ist.

Björn Weckstrom

Björn Ragnar Weckström (geboren am 8. Februar 1935) ist ein finnischer Bildhauer und Schmuckdesigner. Er machte 1956 seinen Abschluss an der Goldschmiedeakademie  von Helsinki. Seit Beginn seiner Karriere ist Weckström ein sehr ambitionierter Designer und Künstler. Zunächst vertraten seine Werke einen klaren skandinavischen Stil, doch in den 1960er Jahren fand Weckström seinen eigenen, völlig neuen Stil, der der Bildhauerei näher steht als der traditionellen Goldschmiedekunst.

Raue matte Oberflächen, ungeschliffene Halbedelsteine und asymmetrische Formen sind typisch für seinen massiven Goldschmuck. Die Inspiration kommt oft aus der Natur. Bei der Arbeit in Silber kann Weckström zum Beispiel die verschneite finnische Winterlandschaft mit ihren zugefrorenen Seen darstellen. Weckström betrachtet Schmuck als eine Kunstform und seine Entwürfe als Miniaturskulpturen.

1963 begann Björn Weckström die Zusammenarbeit mit dem Schmuckhersteller Kruunu-Koru Oy (später Lapponia Jewelry) und dessen Besitzer Pekka Anttila. Weckström wurde Designer und künstlerischer Leiter des Unternehmens. 1965 nahm Weckström am Internationalen Schmuckwettbewerb in Rio de Janeiro teil, wo seine Gelbgold- und Turmalin-Halskette „Blühende Wand“ den Grand Prix gewann. Durch diese bedeutende Auszeichnung erhielt das Unternehmen weltweite Anerkennung und begründete den internationalen Erfolg von Lapponia. Seine Entwürfe werden seither kontinuierlich bei Lapponia produziert.

Das wohl bekannteste Schmuckstück von Weckström ist die Halskette Planetoid Valleys, die Prinzessin Leia (Carrie Fisher) 1977 in George Lucas‘ Film Star Wars trug. Die Halskette wurde 1969 für Lapponia entworfen.

Björn Weckström war der erste Designer, der Silber und Acryl in Schmuckstücken radikal kombinierte. Insbesondere der Silber-Acryl-Ring Petrified Lake erlangte internationale Aufmerksamkeit, als Yoko Ono gefilmt wurde, wie sie ihn 1975 in der Dick Cavett Show trug.

Für die Glasfabrik Nuutajärvi hat Weckström unter anderem die Glaswaren-Serien „Kanerva“ und „Fortuna“ entworfen und zusammen mit den Glasbläsern der Fabrik Dutzende von einzigartigen Glaskunstwerken hergestellt. In den 2010er Jahren hat er mit dem Glasbläsermeister Kari Alakoski zusammengearbeitet.

Der künstlerische Lebensweg des Bildhauers Bjorn Weckstrom ist geprägt von beeindruckenden Werkserien, geformt in Materialien wie Bronze, Marmor, Glas und Acrylharz sowie in oft überraschenden Kombinationen der genannten.

(wikipedia.org)

„Ein Schmuckstück ist eine Miniaturskulptur mit dem menschlichen Körper im Hintergrund. Als ich in den frühen 1960er Jahren anfing, wollte ich Schmuckdesign zu einer kleinen Kunstform machen und es auf eine Stufe mit der modernen Bildhauerei stellen. Natürlich wurde Mattgold bald zu meinem Markenzeichen. Die Trägerinnen meines Schmucks haben einen persönlichen Bezug dazu. Manche halten Schmuck für Kunst, andere für eine faszinierende Ergänzung ihrer Persönlichkeit oder für ein faszinierendes Gesprächsobjekt. Manche finden ihn ganz einfach schön.“

Björn Weckström

Brosche, Lapponia
Nach oben scrollen