Beschreibung
Design Silber Leuchter
von Heinz Decker für C.G. Hallberg
Design Leuchter
830er Silber
Entw.: Heinz Decker
Ausf.: C.G. Hallberg
Stockholm 1955
tolles 50er Jahre Design
H.: 12cm, 234g
Günther Heinz Decker (1919-2017)
geboren in Oberstein im Kreis Birkenfeld, der zum Freistaat Oldenburg gehörte, gestorben in Lidingö, war ein deutsch–schwedischer Silberschmied. Er war der Bruder von Kurt Decker.
Decker, Sohn des Direktors Otto Decker und von Ida Cullman, besuchte das Solbacka-Gymnasium, studierte Metallindustrie und absolvierte von 1936 bis 1938 die Goldschmiedeschule in Pforzheim; von 1939 bis 1944 war er Lehrling bei Gustaf Janson C.G. Hallbergs Guldsmeds AB, erhielt 1944 seinen Gesellenbrief, studierte von 1945 bis 1947 an der Kunsthochschule, von 1947 bis 1950 an der Kunstgewerbeschule in Zürich, absolvierte von 1951 bis 1952 Kunst- und Industriestudien in England und erhielt 1963 seinen Meisterbrief. Er war unter anderem künstlerischer und technischer Mitarbeiter bei C.G. Hallbergs Guldsmeds AB (1952–1961), Inhaber der Silberschmiede Heinz Decker in Lidingö ab 1961 und Dozent für Gestaltung am Staatlichen Institut für Handwerk und Industrie ab 1967.
Decker nahm 1953 an der Ausstellung „Svenskt silver av i dag“ (Schwedisches Silber von heute) im Nationalmuseum, an der H55–Ausstellung sowie 1957 an der Wanderausstellung „Svenskt silver genom tiderna“ (Schwedisches Silber im Wandel der Zeit) des Nordischen Museums teil und stellte in Kiel, Hamburg, Berlin, München, Zürich, Hannover, Sacramento und Stockholm aus. Er veranstaltete 1960 Einzelausstellungen in Stockholm und Göteborg. Er schuf Silberarbeiten für mehrere schwedische Kirchen sowie zahlreiche dekorative Arbeiten, darunter den Glasbrunnen „Vikingatåget“ in Ljungby. Er ist im Nationalmuseum und im Röhsska-Museum in Göteborg vertreten. Er verfasste eine Biografie über den Bildhauer, Silberschmied und Industriedesigner Gustaf Janson (bei dem er 1960 in die Lehre ging) sowie Artikel in der schwedischen und ausländischen Fachpresse.
Decker arbeitete mit verschiedenen Materialien; als Silberschmied fertigte er alles von Schmuck und Besteck bis hin zu Altarbildern an. Er schuf auch mehrere öffentliche Skulpturen, darunter „Christus in der Geschichte der Menschheit“ für die Kathedrale von Karlstad im Jahr 1969 sowie mehrere Werke in der Gemeinde Lidingö, wo er in den letzten Jahren seines Lebens lebte. Im Jahr 1957 ließ er die Villa Decker auf Lidingö nach Entwürfen des Architekten Gösta Fredblad errichten, den er während seines Studiums in Zürich kennengelernt hatte.
C.G. Hallberg
war ein bedeutender schwedischer Goldschmied und Hofjuwelier. Das Hauptgeschäft befand sich in der Drottninggatan 6 in Stockholm. Das Unternehmen ist vor allem für sein Silber- und Metallgeschirr bekannt, das auch heute noch bei Auktionen hohe Preise erzielt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es der größte Juwelier Skandinaviens und eines der führenden Unternehmen Schwedens; 1961 war es mit 31 Filialen im Inland und einem weltweiten Exportnetzwerk immer noch der größte Juwelier Schwedens. Jean Jahnsson war ab 1896 Präsident. 1961 fusionierte das Unternehmen mit GAB.










