Gotthold Schönwandt, Teedose, Nordeck um 1950

Teedose
Gotthold Schönwandt
-Unikat-
Nordeck um 1950

 

Kategorie:

Beschreibung

Große Teedose
Gotthold Schönwandt
-Unikat-

835er Silber
Entw.: Gotthold Schönwandt
Ausf.: Gotthold Schönwandt
Nordeck um 1950
handgetriebenes Unikat
Werke von G. Schönwandt sind in vielen Museen vertreten.
Lit.: u.a. „Deutsches Silber nach dem Bauhaus S. 118-121
H.: 13,5 cm, 369g

Diese Teedose hat eine leicht gehämmerte Oberfläche und einen runden und gradwandigen Korpus. Dieser ist von einem Schmuckband in Form von stilisierten, aufrecht stehenden (Tee)Blättern verziert. Es ist im unterern Teil der Dose angeordnet. Der Deckel hat eine gewölbte Form und ist durch eine Falz vom Korpus getrennt. Die Dose ist unter der Falz leicht eingezogen und verjüngt sich somit.
Das Stück ist sehr schlicht und vom Bauhaus inspiriert, es hat sehr schöne Proportionen und  befindet sich im hervorragenden Zustand.

Gotthold Schönwandt (1921-76)

Gotthold Schönwandt, Sohn von Walter Schönwandt (1891-1942), der zu den bedeutendsten Silberschmieden Deutschlands gehörte, wollte eigentlich Mathematik und Physik studieren.

Nach Kriegsende übernahm er jedoch die Werkstatt seines Vaters, der 1942 starb. Er hatte bei seinem Vater die Gesellenprüfung gemacht.
In den Nachkriegsjahren fertigte er vor überwiegend sakrale Gegenstände für Kirchen an. Die Auftragslage war gut.

Allerdings hatte sich der Anspruch verändert und es mußten moderne Interpretationen und Aussagen für sakrale und profane Gegenstände des Alltags gefunden werden.

Zum Silber und anderen klassischen Metallen, gesellten sich etliche andere Werkstoffe hinzu und man arbeitete nun auch mit rostfreiem Stahl und Kunststoffen.

Die Auftragslage war gut und die Werkstatt wurde durch einen Anbau im Jahre 1956 erweitert. Es wurde bis weit über die Grenzen hinaus geliefert.
Auch Schmuckstücke, kleine Plastiken und „heitere Taschensonnenuhren“ entstanden.

Die Schöpfungen des Meisters Gotthold Schönwandt gehören zur allerbesten Handwerkskunst.
„Besondere Lichteffekte erzielt Gotthold Schönwandt durch eine gewisse Eckigkeit bei seinem Silbergerät. Die scharf gebrochene Linie, die lineare Trennung zwischen Vor und Zurück, geben ein Spiel von Hell und Dunkel.“
( Aus einem Zeitungsartikel zur Ausstellung, “ Europäisches Silber“ in Hannover 1968)

Gotthold Schönwandt verstarb mit nur 56 Jahren und seine Witwe führte mit Hilfe des Silberschmiedemeisters Sepp Hubka das Unternehmen fort.

 

 

Gotthold Schönwandt, Teedose, Nordeck um 1950
Nach oben scrollen