Georg Jensen, Tablett, Kopenhagen 1945-77

Georg Jensen
Piet Hein
ovales Tablett
Kopenhagen 1945-77

Beschreibung

Ovales Tablett
Georg Jensen
und Piet Hein

925er Silber
Mod.: #1146 C „Elipse“
Entw.: Piet Hein
Ausf.: Georg Jensen,
Kopenhagen 1945-77
sehr schönes Tablett, es wird nicht mehr hergestellt
abgeb. u.a in Janet Drucker, Georg Jensen, „Holloware-The Silver Fund Collection“,  S.322
Georg Jensen ,“A tradition od splendid silver“, S.248
41cm × 31cm, 1282g

Feines, schlichtes Tablett in der Form von der für Piet Hein so typischen „Superelipse“ (s.u.)
Es steht glatt auf und hat einen glänzenden und glatten Spiegel. Der Rand erhebt sich in leicht nach außen schwingender Form und ist ebenfalls glatt und schlicht.
Das Tablett wird nicht mehr hergestellt, es befindet sich im hervorragenden Zustand und hat eine wunderschöne Form.

Georg Arthur Jensen (1866-1935)

„Durch seine Kindheit in der malerischen Umgebung von Raadvad nördlich von Kopenhagen wurde Georg Jensen dazu inspiriert Künstler zu werden. Er schaffte es, sowohl Bildhauer als auch Keramiker zu werden, aber die größte Anerkennung erlangte er durch sein Talent als Silberschmied.
Die Silberschmiede von Georg Jensen schuf einige der originellsten und epochemachenden Schmuckstücke, Hohlkörper und Besteckmuster.
Bei Georg Jensens Tod im Jahr 1935 war die Schmiede als eine der bedeutendsten Silberschmieden der Welt anerkannt.

Der Designer
Georg Jensen war maßgeblich daran beteiligt, den Charakter des skandinavischen Designs des 20. Jahrhunderts zu definieren, indem er auf dänische Traditionen zurückgriff und sie mit einem progressiven Designgedanken verknüpfte. Er lehnte den populären Zeitgeschmack für romantische und historisierende Ornamente und Prunk ab und wandte sich stattdessen dem avantgardistischen Jugendstil mit seinen einfachen, organischen Formen und seinem handwerklichen Ansatz bei der Herstellung zu.
Georg Jensen war ein sensibler Künstler, der mit einem großen Talent ausgestattet war, das es ihm ermöglichte, seine Visionen in die Realität umzusetzen.

Sein Stil
Die reizvollen Natureindrücke aus Georg Jensens Kindheit und Jugend wurden vom erwachsenen Künstler immer wieder aufgegriffen und verarbeitet – sogar noch bewusster. Er schuf einen einzigartigen Stil, der sich unter anderem durch die hohe handwerkliche Qualität, das skulpturale Element des Designs, die innovative und sinnliche Verwendung von Ornamenten aus Flora und Fauna, die Hammerschläge auf den Oberflächen des Silbers, die Oxidation aller Rillen und Vertiefungen der Silberstücke und die Verwendung von farbigen Edelsteinen auszeichnet.

Von dem Moment an, als er 1904 seine Silberschmiede eröffnete, setzte Georg Jensen einen Akzent für sein Unternehmen, der dessen Kurs für die nächsten Jahrzehnte bestimmen sollte. Sein innovativer Geist, seine tadellose Handwerkskunst und seine skandinavische Designsensibilität sollten zu seinen Markenzeichen werden.

Jensen war ein Mann mit vielen Talenten, der eine Lehre als Goldschmied und eine Ausbildung als Bildhauer absolvierte und schon früh eine Tradition der Zusammenarbeit mit kreativen Talenten außerhalb der Schmiede begründete. Er vertraute auf sein Auge und sein Können, wollte aber mehr als seine eigene Perspektive. Diese Partnerschaften trugen dazu bei, die Marke als einen Ort voller neuer Ideen zu etablieren; sein Atelier wurde zur Heimat einer Gruppe außerordentlich talentierter Silberschmiede und Metallarbeiter, Juweliere, Designer und Künstler.“

(georgjensen.com)

 

Piet Hein (1905-1996)

„Piet Hein war ein dänischer Mathematiker, Designer, Autor und Dichter. Er studierte Philosophie, Maschinenbau und Atomphysik.
Keines der Studien vollendete er. Er hatte eine aussergewöhnliche Vorstellungskraft und war ein international geachteter Designer mit einer unvorstellbaren Erfindungsgabe.

Im Jahr 1959 erhielt er von der Stadtverwaltung Stockholm den Auftrag, die ideale Form eines Kreisverkehrs auf einem neu zu gestaltenden Platz (Sergels Torg) zu gestalten. Auf der Suche nach einem Kompromiss zwischen einem Rechteck (dessen Seiten parallel zu der Begrenzung des Platzes wären) und einem Kreis (bei dem der Verkehrsfluss optimiert würde) erzielte er durch Verwendung einer mathematischen Formel von Gabriel Lamé eine Kombination aus beidem: Die Superellipse und als Spezialfall davon den Superkreis.

Im weiteren beförderte er die Anwendung der Superellipse (auch Lamésche Kurve genannt) in der Architektur, der Stadtplanung und im (Möbel-) Design (Tisch Superellipse (1964) in Zusammenarbeit mit Bruno Mathsson, Super-Ei). In diesem Zusammenhang schuf er die Marke SUPERELLIPSE®.

Der amerikanische Wissenschaftsjournalist Martin Gardner schrieb 1965 in einem seiner Beiträge für den Scientific American über Piet Hein:

Betrachten wir das … Superei … Es genügt einer Gleichung mit dem Exponenten 2½ und einem Höhen-Breiten-Verhältnis von 4:3. Es sieht aus, als würde es umkippen, aber es tut es nicht. Diese gespenstische Stabilität, die das Superei auf beiden Seiten besitzt, kann als Symbolik des superelliptischen Gleichgewichts zwischen dem Rechteckigen und dem Runden angesehen werden und gilt wiederum als ein schönes Symbol für das ausgeglichene Wesen von Menschen wie Piet Hein einer ist, die ein erfolgreiches Bindeglied zwischen C. P. Snows »zwei Kulturen« bilden.“

 (wikipedia.org)

Georg Jensen, Tablett, Kopenhagen 1945-77
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