Beschreibung
Goldarmband Carlo Weingrill
feine Handarbeit in 750er Gold
und Rosenquarz
Goldarmband, Carlo Weingrill
750er Gold, ovale Rosenquarzelemente,
Verona, Italien um 1990
feine Handarbeit
L: 21cm, 58,04g
Werkstattmarke (VR15)
Dieses Goldarmband wurde von der Manufaktur Carlo Weingrill in Verona mit hoher handwerklicher Präzision und aus sorgfältig ausgewählten Materialien gefertigt. Der Entwurf verbindet die warme Farbigkeit des 750er Goldes mit dem kräftigen Rosa fein geschliffener Rosenquarze.
Vier durchbrochene, ovale Goldglieder wechseln sich mit vier ebenfalls ovalen Rosenquarzen ab. Die übereinstimmende Grundform der einzelnen Elemente verleiht dem Armband einen ausgewogenen Aufbau. Zugleich entsteht durch den Wechsel zwischen den offen gearbeiteten Goldgliedern und den geschlossenen Steinflächen eine abwechslungsreiche Gestaltung.
Innerhalb der goldenen Ovale sind fein kannelierte Goldringe angeordnet. Sie gliedern die durchbrochenen Flächen und verleihen ihnen eine plastische Struktur. Die sorgfältig ausgearbeiteten Kannelierungen fangen das Licht aus unterschiedlichen Richtungen ein und erzeugen bei jeder Bewegung ein feines Lichtspiel.
Die Rosenquarze zeichnen sich durch ihre kräftige Färbung und ihre hohe Qualität aus. Ihre glatt polierten Oberflächen bringen die Farbe der Steine besonders schön zur Geltung und bilden einen reizvollen Gegensatz zu den strukturierten Goldringen. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Oberflächen und die harmonische Verbindung der Materialien bestimmen den eleganten Charakter des Armbandes.
Der Verschluss ist verdeckt in eines der goldenen Glieder eingearbeitet. Er fügt sich unauffällig in den Aufbau ein, sodass die gleichmäßige Abfolge der Schmuckelemente erhalten bleibt. Auch dieses Detail unterstreicht die sorgfältige handwerkliche Ausführung.
Das Armband vereint eine ausdrucksvolle Gestaltung mit zeitloser Eleganz. Es lässt sich sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen tragen und kommt durch seine ausgewogenen Formen und das feine Zusammenspiel von Gold und Rosenquarz besonders schön zur Geltung.
Das Stück befindet sich in hervorragendem Zustand.
Carlo Weingrill (1856-1924)
Carlo Weingrill wurde 1856 in Verona geboren und begann bereits im Alter von elf Jahren eine Goldschmiedelehre. 1879 gründete er in seiner Heimatstadt eine eigene Werkstatt, die den Grundstein für das bis heute bestehende Familienunternehmen legte.
Später traten seine beiden Söhne Armando und Gastone in den Betrieb ein. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1924 übernahmen sie die Leitung und entwickelten die Werkstatt zu einer international angesehenen Schmuckmanufaktur. Nach Armandos Tod 1959 führte Gastone das Unternehmen weiter.
1977 übernahm Armandos Tochter Paola Weingrill die Geschäftsführung. Bereits seit ihrer Kindheit mit der Arbeit der Goldschmiede vertraut, setzte sie die handwerkliche Tradition der Familie fort. Mit ihrem Sohn Carlofilippo Mensi Weingrill wurde diese in die vierte Generation weitergetragen.
Die Bewahrung traditioneller Goldschmiedetechniken bildet einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Im Mittelpunkt stehen die sorgfältige Verarbeitung hochwertiger Materialien und eine Formgebung, die Ästhetik und Tragekomfort miteinander verbindet.
Charakteristisch für die Arbeiten des Hauses sind Schmuckstücke aus 750er Gold, deren Qualität sich besonders in der präzisen Ausarbeitung der einzelnen Elemente zeigt. Sorgfältig eingepasste Verschlüsse fügen sich unauffällig in die Gestaltung ein, während beweglich verbundene Kettenglieder für einen geschmeidigen Sitz sorgen. Polierte Oberflächen betonen den warmen Glanz des Goldes und unterstreichen die klare Linienführung der Entwürfe.
Gold steht im Mittelpunkt der Gestaltung bei Weingrill. Diamanten und farbige Edelsteine werden vielfach zurückhaltend eingesetzt und ergänzen die Wirkung des Edelmetalls.
Das gestalterische Repertoire reicht von geschwungenen, floralen Formen des Jugendstils bis zu geometrisch gegliederten Entwürfen des Art Déco. Diese Formensprache wurde auch in späteren Jahrzehnten aufgegriffen und weiterentwickelt. Historische Vorbilder und überlieferte Werkstattmodelle bilden dabei eine wichtige Grundlage.
Neben den unter eigenem Namen gefertigten Schmuckstücken arbeitete die Manufaktur auch für renommierte Häuser wie Tiffany & Co., Cartier und Bulgari.
Zu den besonderen Fertigkeiten des Hauses zählt die Verarbeitung von Gold in der sogenannten Tubogas-Technik. Die Bezeichnung nimmt Bezug auf die gerippte Form flexibler Gasleitungen.
Bei diesem aufwendigen Verfahren werden schmale Metallbänder so gewickelt, dass ihre Ränder ineinandergreifen. Es entsteht ein hohler, beweglicher Goldschlauch, dessen Verbindung ohne Verlötung der einzelnen Windungen auskommt. Die Konstruktion verbindet eine geschlossene Oberfläche mit hoher Flexibilität und eignet sich besonders für geschmeidig anliegende Colliers, Armbänder und Ringe.











