Bruckmann & Söhne, großes Tablett, Heilbronn 1922

Großes Tablett
Bruckmann & Söhne
Heilbronn 1922

Kategorie:

Beschreibung

Außergewöhnliches Tablett
Bruckmann & Söhne

835er Silber
Mod.: 12621
Händlerstempel: Cl. Dahmen
Ausf.: Bruckmann & Söhne
Heilbronn 1922
Maße: Ø: 41cm, (Innen: 27cm)
1.098g

Außergewöhnliches Tablett, welches in 835er Silber gearbeitet ist. Es hat einen weit ausschwingenden, floral gestalteten, sehr aufwendigen Rand, der durchbrochen ist und dem Stück trotz seiner  Größe eine sehr schöne Leichtigkeit verleiht. Teile des Randes sind plastisch gearbeitet und aufgesetzte Silberstäbe sind aufwendig verarbeitet und in das durchlässige Schmuckband des Randes integriert.

Um so schlichter ist der innere Bereich des Tabletts. Die Wandung ist glatt, schlicht und im Gegensatz zum Rand, leicht abgesenkt. Vier gequetschte Kugelfüßchen tragen das Tablett.
Es handelt sich um ein wahres Schmuckstück, das für vielfältige Gelegenheiten verwandt werden kann. Der Zustand ist hervorragend und das durchbrochenene Dekor des Randes erzeugt ein wunderschönes Lichtspiel.

Bruckmann & Söhne

Die Silberwarenfabrik wurde von Georg Peter Bruckmann (1778–1850) im Jahr 1805 am Marktplatz in Heilbronn als Nachfolgebetrieb der Silberschmiede seines Vaters Johann Dietrich Bruckmann (1736–1807) begründet und 1809 in die Allerheiligenstraße Nr. 19 verlegt.
Zu den frühen Produkten zählten vor allem silberne Patentlöffel, Pfeifenköpfe, Schuhschnallen und Sporen.

1810 kamen bei Bruckmann erstmals in Deutschland selbst gefertigte Stahlstempel zur Prägung der Silberwaren zum Einsatz. Die Produkte des Unternehmens wurden auf den Messen in Frankfurt und Leipzig ausgestellt und dadurch bald überregional bekannt. Die künstlerische Leitung des Unternehmens hatte von 1819 bis 1821 der spätere Akademieprofessor Conrad Weitbrecht.
In dieser Zeit wurde 1820 die erste größere Silberwarenpresse bei Bruckmann installiert. Das Unternehmen war bis 1830 der einzige Edelmetalle verarbeitende Betrieb in Heilbronn, der die Bezeichnung Fabrik tragen durfte.

Ab 1839 kamen bei Bruckmann metallverarbeitende Maschinen von Alfred Krupp zum Einsatz. Zur Ausbildung eines fachkundigen Nachwuchses stiftete Gründer Georg Peter Bruckmann im Jahr 1842 den Betrag von 10.000 Gulden zur Gründung einer Modellier- und Zeichenschule in Heilbronn. Der Gründer setzte sich außerdem für die Standardisierung von Metalllegierungen nach französischem und englischem Modell sowie für die Schaffung eines Gesetzes zum Schutz von Mustern und Modellen ein.

Nach dem Tod des Gründers führte zunächst dessen Witwe mit dem Sohn Wolfgang Peter Bruckmann (1818–1891), der bei Clavel in Genf zum Gold- und Silberschmied ausgebildet worden war, die Geschäfte fort.
1851 trat auch ein jüngerer Sohn des Gründers, Ernst Dietrich Bruckmann (1829–1870), in das Unternehmen ein.
Im väterlichen Betrieb bemühte er sich vor allem um die Verbesserung der Fabrikationsanlagen und um die Konzentration der Produktion auf so genannte Alfénide-Bestecke.
1887 trat Ernst Dietrich Bruckmanns Sohn Peter Bruckmann (1865–1937) in die Geschäftsführung ein, zwei Jahre später sein Bruder Ernst.Unter dieser Unternehmergeneration erlebte die Fabrik ihre Blüte. Die Brüder konnten den Betrieb stetig vergrößern, so dass 1898 ein Neubau in der Lerchenstraße in Heilbronn bezogen werden musste, in dem 700 Menschen beschäftigt waren. Der Schwerpunkt der Produktion lag auf echtsilbernen Tafelgeräten und Bestecken sowie auf versilbertem Besteck. Die Anlage in der Lerchenstraße wurde als größte und modernste deutsche Silberwarenfabrik bezeichnet.

1907 unterzeichnete Peter Bruckmann & Söhne den Gründungsaufruf des Deutschen Werkbundes.

Nach 1923 ging das Unternehmen auf die vierte Familiengeneration über.
Beim Luftangriff auf Heilbronn am 4. Dezember 1944 sowie bei den Kämpfen um Heilbronn im April 1945 wurde das Werk fast vollständig zerstört. Unter selbstlosem Einsatz der Belegschaft konnte jedoch am selben Platz wieder eine Produktionsanlage errichtet werden, die (teils unter freiem Himmel produzierend) bereits im September 1945 wieder die ersten Bestecke erzeugte. Binnen eines Jahres wurden erneut 500 Menschen beschäftigt.

(wikipedia.org)

 

 

 

Bruckmann & Söhne, großes Tablett, Heilbronn 1922
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