Helmuth Liesegang (1858-1945)

Helmuth Liesegang
„Heimkehrende Schafe“
signiert u. rechts
Düsseldorf, Ende 19. Jh.

Kategorie:

Beschreibung

Helmuth Liesegang (1858-1945)

18. Juli 1858 in Duisburg; † 31. Juli 1945 in Leipzig
Er war ein deutscher Landschaftsmaler
der Düsseldorfer Schule

„Heimkehrende Schafe“
Öl auf Leinwand
Signiert unten rechts.
Maße (mit Rahmen) : H: 56cm, B: 66cm

Helmuth Liesegang

„wurde als Sohn des Gymnasialoberlehrers Dr. phil. Helmuth Karl Albert Liesegang (* 1827) und dessen Gattin Agnes geb. Jüngel (* 1836) in Duisburg geboren.
1868 zog die Familie nach Kleve, wo der Vater 28 Jahre das Königliche Gymnasium leitete.
Bereits als Jugendlicher streifte Liesegang gern in der Umgebung Kleves umher, um zu zeichnen. Nach dem Klever Gymnasium besuchte er von 1877 bis 1886 die Kunstakademie Düsseldorf.
Dort wurde Eugen Dücker einer seiner wichtigsten Lehrer. Das Radieren erlernte er bei Carl Ernst Forberg. Zusammen mit Arthur Kampf reiste er 1885 nach Paris, wo die französische Malerei auf ihn wirkte, etwa die Schule von Barbizon und Arbeiten von Jean-François Millet sowie Jules Bastien-Lepage.
Als Nachahmer der Haager Schule fühlte er sich zu den Landschaften Belgiens und Hollands hingezogen, die er in anschließenden Wanderjahren erkundete. In Katwijk begegnete er Max Liebermann.
Zu seinen engeren Freunden zählte Olof Jernberg.
1889 gründete Liesegang – als Reaktion auf die Ausstellungspolitik des mit der Kunstakademie verbundenen Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen – mit Jernberg, Eugen Kampf und Heinrich Hermanns den „Lucas-Club“, eine fortschrittliche Verbindung von Landschaftsmalern, die Anregungen der Haager Schule und der Schule von Barbizon mit den Errungenschaften des Impressionismus zu verbinden suchte.

Liesegang war ab 1888 Mitglied des Künstlervereins Malkasten. Außerdem war er Mitglied des Deutschen Künstlerbundes
und des Vereins der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitiger Unterstützung und Hilfe. An etlichen großen Ausstellungen nahm er teil, insbesondere an den Ausstellungen des Jungen Rheinlands, der Rheingruppe und der Rheinischen Sezession.
1943 verlieh man ihm die Goethe-Medaille, 1944 den Cornelius-Preis. Ferner erhielt er die Preußische Goldene Staatsmedaille, die Österreichische Staatsmedaille, ein Ehrendiplom in Paris (1900) sowie weitere Auszeichnungen in London und Chicago.
In hohem Alter wurde er mit dem Professorentitel geehrt.
1928/1929 schrieb Liesegang seine Erinnerungen unter dem Titel Aus meinen Lehr- und Wanderjahren nieder.  Nach Luftangriffen auf Düsseldorf fand er am Ende des Zweiten Weltkriegs Aufnahme in Leipzig, wo er 87-jährig starb.
Bestattet wurde Liesegang auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof.“

(Lit.: Thieme-Becker, Wikipedia)

Helmuth Liesegang (1858-1945)
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