„Martinikanne“, Karl Gustav Hansen, Kolding 1967

„Martini-Kanne“
Karl Gustav Hansen
Kolding 1967

Beschreibung

„Martini-Kanne“
Karl Gustav Hansen

925er Silber / Büffelhorn
Mod.: HH500 „Martini-Kanne“  von 1960
Entw.:
Karl Gustav Hansen
Ausf.: Hans Hansen
Kolding 1967
äußerst selten und gesucht!
Literatur:
Jörg Schwandt: ‚Karl Gustav Hansen – Sølv/Silber 1930-1994‘, S. 18, 70, 193,
Simply Danish silver jewellery 20th century S. 192
H.- 24cm, 667g

Die Kanne steht auf einem flachen, runden Stand. Sie hat eine glatte und schlichte Wandung. Ihr Korpus hat eine zylindrische Form und ist aus einem Stück getrieben.  Sie verhüllte auf den ersten Blick die gestalterische Herausforderung, die sie bietet. Die Schnaupe ist aus dem gesamten Korpus getrieben und  zeigt die künstlerische Fähigkeit ihres Erschaffers.
Vollendet wird das Stück durch eine Handhabe aus Büffelhorn. Im Gegensatz zur Kanne, ist der Griff recht kantig. Sein Ansatz jedoch scheint aus dem Korpus zu fließen, ein handwerkliches Stilelement, das wir bei der Schnaupe schon vorfinden.
Es handelt sich um ein herausragendes Stück, das im hervorragenden Zustand ist.

Karl Gustav Hansen (1914-2002)

Karl Gustav Hansen, der Sohn des Silberschmieds Hans Hansen (1884-1940), beendete 1934 seine Lehre in der Werkstatt seines Vaters.
Mit seinem Vater eröffnete er 1932 ein Geschäft in Kopenhagen und im Jahre 1938 verlegte man die Werkstatt für Korpusware ebenfalls nach Kopenhagen. Die Menschen konnten von der Straße aus den Silberschmieden bei ihrer Arbeit zuschauen.

Karl Gustav Hansen war mit einem außergewöhnlichen Talent ausgestattet und wurde zusätzlich in der Zeit von 1935-1938 an der Art Academy als Bildhauer bei Prof. Utzon-Frank ausgebildet.

Im Jahr 1940 starb Hans Hansen und sein Sohn Karl Gustav Hansen übernahm den väterlichen Betrieb im Alter von 25 Jahren.
Seine Entwürfe von Korpusware, Bestecken und Schmuck waren geprägt vom Stil des Art Deco und des Funktionalismus.
Sie zeichneten sich durch außergewöhnliche und elegante Formen aus und waren von sehr hoher handwerklicher Qualtität.

1962 zog sich KGH aus der Firmenleitung zurück, um sich vermehrt der künstlerischen Arbeit widmen zu können.
Seine Arbeiten arbeiten befinden sich in vielen privaten Sammlungen und Museen im In-und Ausland, so nahm er an den Weltausstellungen 1935 in Brüssel, 1937 in Paris, 1939 und 1964 in New York teil. Er ist mit seinen Arbeiten  im Kunstindustrimuseum in Kopenhagen, im Nationalmuseum in Stockholm, im Metropolitan Museum of Art in New York und im Victoria & Albert Museum in London vertreten.

 

 

 

„Martinikanne“, Karl Gustav Hansen, Kolding 1967
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