Kay Bojesen, Museales Paar Tafelaufsätze, Kopenhagen 1910-15

Museale Tafelaufsätze
Kay Bojesen
Kopenhagen ca. 1910-15

Kategorie:

Beschreibung

Erlesenes Paar Tafelaufsätze
Kay Bojesen

830er Silber/Achat?
Entw.: Kay Bojesen
Ausf.: Kay Bojesen
Kopenhagen ca. 1910-15
absolut seltenes, handgearbeitetes museales Sammlerobjekt
H.- 17cm,  Ø: 18,5cm, 615g
Lit.: Lise Funder „Dansk Sølv“ 20.Jh., S. 105 (vergl.)

Ein ausgefallenes Paar Tafelaufsätze in Blumenform.

Sie stehen auf einem runden breiten Stand, der sich verjüngend zuläuft und leicht getreppt ist.  Er ist umlaufend mit vier Zierrillen versehen.
Der Stand hat eine organische, leicht geschwungene Form und endet mit einem umlaufenden Band aus rechteckigen, nach außen gewölbten Elementen.
Der Sockel ist in Form von stilisierten, durchbrochenen, floralen und geschwungenen Wandungen gearbeitet.
In dessen Mitte befindet sich  eine Verzierung in Form einer geschlossenen Blütenknospe, ein sehr aufwendig und wunderschön gestaltetes Schmuckelement.

Auf diesem durchlässigen Sockel ruht die Schale.
Deren Wandung ist glatt und weit nach oben ausschwingend. Sie hat die Gestalt einer Blüte mit vier Blättern, die jeweils mit gebördelter Kante an der Wandung  und einer feinen floralen Verzierung am oberen Rand von einander abgegrenzt sind.
Die Grundform ist geschweift und sehr organisch gearbeitet.

Im Inneren der Schale befindet sich jeweils ein weiteres feines Schmuckelement, ebenfalls in Form einer Knospe. Fünf stilisierte Blättchen umfangen die hervorlugende Blüte, die aus einem Schmuckstein gearbeitet ist. Sie ist die Vollendung einer sehr aufwendigen Komposition aus Liebe zur Natur und großer handwerklicher Kunst.

Diese Stücke sind wunderschöne Zeitgeister des Jugendstils und zeichnen sich durch feine Details aus.
Sie sind die Schmuckstücke jeder Tafel und sehr seltene Sammlersobjekte.

Kay Bojesen (1886-1958)

Kay Bojesen absolvierte von 1906 bis 1910 eine Lehre als Silberschmied bei Georg Jensen. Er setzte die Ausbildung in Deutschland fort und arbeitete als Silberschmied in Paris und Kopenhagen.

1913 eröffnete er seine eigene Firma in Kopenhagen und 1922 gestaltete er seine ersten Holzspielzeuge.
Bis 1928 waren seine Arbeiten vom typischen dänischen Jugendstil geprägt, danach arbeitete er in einem eher funktionalistischen Stil. 1930 verkaufte er sein Geschäft und wurde Künstlerischer Leiter bei Bing & Grøndahl.

1932 eröffnete er wieder einen eigenen Laden in Kopenhagen (Bredgade 47) und verband die Arbeit als Silberschmied mit gestaltender Holzarbeit für seine Spielzeuge.
Von diesem kleinen Geschäft aus belieferte er für 26 Jahre die ganze Welt. Posthum wurden 1964 einige seiner Arbeiten auf der documenta III (in der Abteilung Industrial Design) in Kassel gezeigt.

Der Silberschmied und Designer Kay Bojesen hatte besondere Fähigkeiten. Er war in der Lage, Holz Leben einzuhauchen. Seine Holztiere mit Seele, Humor und funkelnden Augen verliehen ihm weltweite Anerkennung. Kay Bojesen schuf mehr als 2000 Stücke feinen Kunsthandwerks und gehört damit zu den produktivsten dänischen Kunsthandwerkern des 20. Jahrhunderts.

Berühmt sind u.a. seine lebensfrohen Affen, Gardisten und anderen Holztiere, sein Werk beinhaltet jedoch auch Schmuck, Besteck, Teekannen und Silberpokale.
Als einer der ersten dänischen Kunsthandwerker ließ er sich vom Funktionalismus inspirieren und war einer der Initiatoren des Verbandes „“Den Permanente““ (dt.: „“Die Beständigen““). Hierbei handelte es sich um eine Organisation und Ausstellung, die über Jahrzehnte die Glanzstücke des dänischen und skandinavischen Designs repräsentierte.

(kaybojesen-denmark.de)

Kay Bojesen, Museales Paar Tafelaufsätze, Kopenhagen 1910-15
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