Paar Art-Déco Silber Candelabra, Frantz Hingelberg, Aarhus 1935

Paar Art-Déco Silber Candelabra
Svend Weihrauch, Frantz Hingelberg
Aarhus 1935

Beschreibung

Paar Art-Déco Silber Candelabra
ausgefallenes Design
Entwurf von Svend Weihrauch

925er Silber/Edelholz
Entw.: Svend Weihrauch
Ausf.: Frantz Hingelberg
Aarhus 1935
H: 22cm, B: 22,5cm, 1.395g
Provenienz: Poul Reumert, Dänemark
(https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Actor+Poul+Reumert)
sehr seltener Entwurf von Svend Weihrauch.

Diese Paar Art-Déco Silber Candelabra wurden von Svend Weihrauch eintworfen und von Frantz Hingelberg ausgeführt.
Sie haben eine aussergewöhnliche und schöne Form und sind sehr selten. Da Svend Weihrauch vorzugsweise Einzelstücke entwarf, kann man davon ausgehen, dass es sich bei diesen beiden Stücken um Unikate handelt.
Sie stehen auf einem runden, flachen Stand, der einfach profiliert ist. Er ist recht groß und hat eine glatte Oberfläche.
Daraus erhebt sich ein vierkantiges Mittelstück, das in Edelholz gearbeitet und seitlich von einer Silberwandung in gleichem Format eingefaßt ist. Die Wandung ist glatt und schlicht. Aus dieser Wandung werden rechts und links zwei vierkantige Bänder im halbkreisförmigen Bogen nach oben geleitet. Diese werden mit jeweils einem waagerechten Band wieder mit dem vierkantigen Mittelstück verbunden. An beiden Enden befinden sich jeweils zwei Kerzentüllen, die auf  den Bändern aufgesetzt sind.
Die Silberarbeiten sind glatt und schlicht, sie bilden einen feinen Kontrast zu dem Edelholz. Das Design ist sehr raffiniert und verleiht den Leuchtern eine aussergewönliche Ausstrahlung. Durch die geometrische Form und die glatte Oberfläche erzeugen sie ein einzigartiges Lichtspiel, das durch den Schein der Kerzen noch unterstützt wird.
Sie sind ein Highlight jeder Einrichtung und sehr elegant. Es handelt sich nicht nur um bemerkenswerte Sammlerstücke, sondern auch wunderschöne Gebrauchsgegenstände.

Svend Weihrauch (1899 – 1962)

war ein dänischer Silberschmied, der mit seinen klaren, ornamentfreien Silberschmiedearbeiten einer der herausragenden Vertreter des Funktionalismus ist.
Weihrauchs Arbeit fand bereits zu seinen Lebzeiten in der Fachwelt große Beachtung und wurde von der Kunstkritik publizistisch begleitet. Große internationale Erfolge erreichte er auf den Weltausstellungen in Brüssel 1935, Paris 1937 und New York 1939.

Svend Weihrauch erhielt von 1914 bis 1918 seine Ausbildung zum Silberschmied und Ziseleur bei Hans Christian Matthiasen in Nykøbing, eine der führenden Werkstätten für handwerklich gearbeitetes Jugendstil-Silber.
In der Folgezeit arbeitete er auch mehrere Jahre in der Silberschmiede von Georg Arthur Jensen.

Im Jahr 1928 baute Svend Weihrauch gemeinsam mit Vilhelm Hingelberg in Aarhus eine Silberwerkstatt neuen Typs auf, in der er von 1929 bis 1956 Werkstattleiter und der alleinige künstlerische Gestalter war.

Besondere Kennzeichen der Silberschmiede waren eine arbeitsteilige Organisation in der Weihrauchs Entwürfe in ihren einzelnen Fertigungsschritten von Spezialisten umgesetzt wurden und dies obwohl es sich um einen relativ kleinen Betrieb mit etwa zehn bis zwölf Mitarbeitern handelte.
Auf diese Weise wurde man trotz weitgehender Rationalisierung und teilweiser Mechanisierung der Produktion höchsten Ansprüchen an gute Verarbeitung der Silberwaren gerecht. Weihrauch begriff die Maschine als Mittel zur Herstellung zeitgemäßer Arbeiten, deren Gestaltung eben durch den technischen Prozess bestimmt wurde; das Endergebnis war aber immer auf die solide, handwerkliche Bearbeitung angewiesen.

Sein Selbstverständnis als Silberschmied verbot nahezu die Produktion in Serien. So sind die Korpusarbeiten bis zum Jahr 1954 fast ausschließlich Einzelstücke.
Kleinserien einfacherer Arbeiten von vier bis sechs Exemplaren blieben die Ausnahme. Folgerichtig schied Weihrauch aus dem Betrieb aus, als Hingelberg aufgrund von Absatzschwierigkeiten 1954 den ersten Verkaufskatalog herausgab und damit die Möglichkeit des Eingreifens und Veränderns am einzelnen Objekt verwehrt wurde.
Svend Weihrauch betrieb bis zu seinem Tode ein Café in Aarhus.
(wikipedia.org)

Frantz Hingelberg ( 1871-1919)

Frantz Hingelberg machte seine Ausbildung zum Silberschmied bei Jens Peter Sorensen in Aarhus.
Im Jahr 1897 gründete er seine eigene Werkstatt und sein Geschäft. Nach seinem Tod im Jahr 1919 übernahm seine Ehefrau Ninna vorübergehend die Führung des Geschäfte, bis im Jahr 1924 der Sohn Vilhem Hingelberg an die Stelle seines Vaters trat. Er hatte seine Ausbildung als Goldschmied teils in der F. Hingelberg Silberschmiede, teils bei Harald Ludovic Fischer in Kopenhagen absolviert.
Die Silberschmiede des Frantz Hingelberg hatte großen Erfolg und den verdankte sie u.a. dem Designer Svend Weihrauch, der die künstlerische Leitung der Silberschmiede bis 1956 hatte. Seine Entwürfe haben die dänische Silberkunst der dreißiger und fünfziger Jahre nachhaltig mitgeprägt.
1948 wurde die Manufaktur zum Hoflieferanten ernannt, musste aber 2014 schließen.

Paar Art-Déco Silber Candelabra, Frantz Hingelberg, Aarhus 1935
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