Karl Gustav Hansen, Sauciere, Kolding 1936

Sauciere
Karl Gustav Hansen
Kolding 1936

Beschreibung

Seltene Sauciere
Karl Gustav Hansen

925er Silber
Mod.: HH 153 v. 1933/34
Entw.: Karl Gustav Hansen
Ausf.: Hans Hansen
Kolding 1936
sehr selten
Lit.: Karl Gustav Hansen, Silber 1930-94,  S.142
H.-15cm, 462g.

Die Sauciere steht auf einem glatten, runden, einfach getreppten Stand. Der Korpus erhebt sich nahezu kugelförmig über den Stand und die Wandung des Korpus ist schlicht und leicht gehämmert.
Er öffnet sich im oberen Bereich und der Ausguss ist leicht nach außen gewölbt. Der Rand ist leicht überstehend und gebördelt. Die Handhabe ist mit dem Korpus verschmolzen und schwingt sich im oberen Ende weit auf. Eine Volute fügt sich an die Innenseite der Handhabe und verleiht ihr somit einen floralen Charakter.
Der Ausguss ist groß und die Sauciere sehr gut einsetzbar. Sie hat eine sehr schöne Form, die Qualität und der Zustand sind hervorragend. Es handelt sich um ein sehr seltenes Stück.
Die leicht gehämmerte Oberfläche erzeugt ein feines Lichtspiel und die Sauciere ist ein Schmuckstück jeder Tischdekoration.

Karl Gustav Hansen (1914-2002)

Karl Gustav Hansen, der Sohn des Silberschmieds Hans Hansen (1884-1940), beendete 1934 seine Lehre in der Werkstatt seines Vaters.
Mit seinem Vater eröffnete er 1932 ein Geschäft in Kopenhagen und im Jahre 1938 verlegte man die Werkstatt für Korpusware ebenfalls nach Kopenhagen. Die Menschen konnten von der Straße aus den Silberschmieden bei ihrer Arbeit zuschauen.

Karl Gustav Hansen war mit einem außergewöhnlichen Talent ausgestattet und wurde zusätzlich in der Zeit von 1935-1938 an der Art Academy als Bildhauer bei Prof. Utzon-Frank ausgebildet.

Im Jahr 1940 starb Hans Hansen und sein Sohn Karl Gustav Hansen übernahm den väterlichen Betrieb im Alter von 25 Jahren.
Seine Entwürfe von Korpusware, Bestecken und Schmuck waren geprägt vom Stil des Art Deco und des Funktionalismus.
Sie zeichneten sich durch außergewöhnliche und elegante Formen aus und waren von sehr hoher handwerklicher Qualtität.

1962 zog sich KGH aus der Firmenleitung zurück, um sich vermehrt der künstlerischen Arbeit widmen zu können.
Seine Arbeiten arbeiten befinden sich in vielen privaten Sammlungen und Museen im In-und Ausland, so nahm er an den Weltausstellungen 1935 in Brüssel, 1937 in Paris, 1939 und 1964 in New York teil. Er ist mit seinen Arbeiten  im Kunstindustrimuseum in Kopenhagen, im Nationalmuseum in Stockholm, im Metropolitan Museum of Art in New York und im Victoria & Albert Museum in London vertreten.

 

Karl Gustav Hansen, Sauciere, Kolding 1936
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