Beschreibung
Silber Design-Leuchter
-ausgefallenes Design-
von Olof Barve
Silber Design-Leuchter
830er Silber/emailliert
Entw.: Olof Barve
Ausf.: Olaf Barve
für Kooperativa Förbund
Stockholm 1953
toller Entwurf, unikale Handarbeit
H.: 28cm, 378g
Dieser Silber-Design-Leuchter wurde von Olof Barve entworfen und ausgeführt. Er steht auf vier hohen Beinen, die nach oben hin zusammengeführt werden. Darüber erheben sich seitlich in weitem Bogen schlaufenförmige Elemente. In deren Mitte befindet sich ein rundes, kugelförmiges Schmuckelement, das mit Emaille und feinen Ziselierungen in geometrischen Formen versehen ist. Über dieser Kugel befindet sich – von den beiden bogenförmigen Elementen gehalten – die Vorrichtung zur Aufnahme der Kerzentülle, die mit einem Wachsteller versehen ist.
Dieser Leuchter ist ein sehr zeittypisches Stück und vereint das technisch orientierte Design der 1950er- und 1960er-Jahre mit feiner und hochwertiger Handwerkskunst. Die Kugel in der Mitte des Leuchters scheint ein Gesicht zu haben, das auf jeder Seite mit anderen Emaill-Farben angedeutet wird; sie kann jedoch ebenso ein technisches Gerät symbolisieren. Einerseits können die aufwärtsstrebenden Bögen über der Kugel als über dem Kopf zusammengeführte Arme interpretiert werden, andererseits könnten sie auch die Außenwände eines komplexen technischen Geräts darstellen. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.
Dieser Leuchter ist eine unikale Handarbeit und ein wunderschöner Gebrauchsgegenstand. Zugleich ist er ein Statement und ein Symbol seiner Zeit. Dieses Stück ist nicht nur ein Kerzenleuchter von sammelwürdigem Charakter, sondern auch ein Blickfang für jede Einrichtung. Der Leuchter befindet sich in hervorragendem Zustand.
Olof Barve (1930-2014)
war ein schwedischer Silberschmied. Barve studierte an der Kunsthochschule Konstfackskolan in Stockholm, wo er 1956 seinen Abschluss machte, und betrieb anschließend zusammen mit Ibe Dahlquist ein eigenes Geschäft als Designer und Silberschmied. Barve ist unter anderem im Nationalmuseum und in Dal vertreten.
Inga-Britt „Ibe“ Dahlquist (1924–1996)
war eine schwedische Silberschmiedin, die in Visby auf der Insel Gotland eine Werkstatt gründete, in der sie viele Jahre arbeitete und mit ihrem Nachbarn Olov Barve zusammenarbeitete. Eine Halskette, die Silberarbeit mit von ihr am Strand gefundenen Fossilien kombiniert, befindet sich in der ständigen Sammlung des Nationalmuseums.
Dahlquist wurde 1924 geboren und stammte von der Insel Gotland. Nach ihrem Studium an der Schwedischen Hochschule für Kunst, Handwerk und Design in Stockholm erlangte sie in den 1950er-Jahren Bekanntheit, als sie Silberschmuck schuf, den sie mit Fossilien veredelte, die sie am Strand fand.
Sie gründete eine Werkstatt in Visby und arbeitete dort mit dem Juwelier Olof Barve zusammen. Dahlquist entwarf die Stücke, während Barve ihre Herstellung übernahm. Gemeinsam produzierten sie eine Serie von Schmuckstücken aus Silber, die mit unbearbeiteten Fossilien und Steinen aus den Stränden Gotlands kombiniert waren. Diese Serie reichten sie 1959 für die Ausstellung zeitgenössischen Schmucks („Utställing Nutidssmycken 1959“) ein, die vom Nationalmuseum in Schweden organisiert wurde. Durch diese Ausstellung wurde Dahlquist einem breiteren Publikum bekannt.
Nachdem sie 1965 von Georg Jensen engagiert worden war, entwarf Dahlquist schlichteren Schmuck im modernistischen Stil und fügte ihren Halsketten und Armbändern kunstvolle Glieder hinzu. Ihre Arbeiten sind in Museen in ganz Schweden zu sehen, darunter im Nationalmuseum, das eine von ihr 1959 entworfene Halskette besitzt. Drei ihrer in der Fabrik von Georg Jensen produzierten Werke befinden sich im British Museum.
Ibe Dahlquist starb 1996.
(wikipedia)










