Beschreibung
Silber Zucker und Sahneset
Christa Ehrlich
sehr selten
Silber Zucker und Sahneset
835er Silber
Mod.: CE22
Entw.: Christa Ehrlich
Ausf.: Zilverfabriek Voorschoten
Voorschoten 1941
Rarität – äußerst selten!
212g
Lit.: abgeb.: Christa Ehrlich, Viennese designer in the Netherlands, p. 12
Lit.:: „Frauensilber – Silberschmiedinnen der Bauhauszeit“ – Badisches Landesmuseum Karlsruhe Seite 115-122
Dieses Zucker und Sahneset ist in 835er Silber gearbeitet und von Christa Ehrlich entworfen und in Voorschoten ausgeführt worden.
Es steht auf einem flachen, runden Stand und hat einen schlichten, in der Mitte eingezogenen Korpus.
Die Wandung des Sets ist leicht gehämmert und schwingt nach oben sanft auf. Sie weitet sich zusätzlich nochmal über dem Einzug in der Mitte und endet in einem leicht nach außen gestülpten Rand.
Die Schnaupe des Sahnekännchens ist kurz und kräftig und am oberen Rand angesetzt. Die ringförmigen Handhaben, die aus doppelten Bändern bestehen, werden von einer nach außen aufgerichteten Daumenrast bedeckt.
Dieses Set ist in hervorragendem Zustand und ein sehr seltenes Sammlerobjekt für Liebhaber des „Frauensilbers“.
Es befindet sich im hervorragenden Zustand und besticht durch seine Qualtität.
Christa Ehrlich (12. März 1903- 12. Februar 1995 )
Kunsthandwerkerin, Malerin, Keramikerin, Schmuckdesignerin.
Noch vor ihrem Studium war sie von 1920 bis 1924 als Volontärin bei der Wiener Werkstätte tätig, für die sie Tapeten und Stoffmuster entwarf.
An der Kunstgewerbeschule in Wien studierte sie unter Michael Powolny (Keramik) und bei Josef Hoffmann Architektur. Schon während ihrer Studienzeit wurden in der Zeitschrift „Deutsche Kunst und Dekoration“ einige ihrer Modezeichnungen veröffentlicht und in einer Ausstellung im Österreichischen Museum gezeigt, wo ihre Entwürfe positiv aufgenommen wurden.
Als Mitarbeiterin in Josef Hoffmanns Atelier von 1925 bis 1927 war eines ihrer Projekte die Fassung der Stuckreliefs im Haus Knips in der 19.,Nusswaldgasse 2 (1924/25). 1925 fertigte sie anlässlich der „Exposition internationale des arts décoratifs et industriels modernes“ in Paris Malereien im österreichischen Pavillon an und erhielt die Goldmedaille.
1927 fand in Haag, Holland, eine österreichische Kunstaustellung statt, bei der ihre Kunstwerke neben denen von Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka gezeigt wurden. 1927 war auch das Jahr ihres Umzugs in die Niederlande – der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt – , wo sie noch im selben Jahr ein Zeitschriftencover entwarf, das der Wiener Werkstätte gewidmet war. Auf Wunsch von Carel Begeer nahm sie auch ihre Tätigkeit als Designerin für die „Zilverfabriek Voorschoten“ auf, für die sie Entwürfe für industriell gefertigte Silberwaren erstellte. Nach dem Krieg stellte sie ihre Tätigkeit als Designerin ein und stieg zur Direktorin auf. Diese Position hatte sie bis zu ihrer Pensionierung 1960 inne. Im Rahmen ihrer Tätigkeit war sie für die Organisation aller Ausstellungen zwischen 1928 bis 1960, an denen die Silberfabrik teilnahm, verantwortlich. Die Fabrik war zudem eine Tochtergesellschaft der „Royal Dutch Precious Metal Companies“ , für die sie Designs für Silberwaren sowie Gebrauchsgrafiken schuf. Ihre Plakatentwürfe lehnten sich in der Gestaltung eher an die niederländische De-Stijl-Bewegung als an die Geometrie der Wiener Werkstätte. Ehrlich entwarf darüber hinaus nicht nur Tapeten für die Wiener Firma Max Schmidt, sondern fertigte auch Geschirr-Entwürfe für die Steingutfabrik „Regout“ in Maastricht an. Im Jahr 1939 erwarb sie die niederländische Staatsbürgerschaft.
(geschichtewiki.wien.gv.at/Christa_Ehrlich)







