Gold Collier mit Perlen, Sigurd Persson, Stockholm 1965

Gold Collier mit Perlen
Sigurd Persson
Stockholm 1965

Beschreibung

Bedeutendes Design Gold Collier
von Sigurd Persson

750er Gelbgold, Salzwasserperlen
Entw.: Sigurd Persson
Ausf.: Sigurd Persson
Stockholm 1965
museales Unikat
Ø: 11,5 cm, H: 9cm, 37,7g

 

Dieses Gold Collier von Sigurd Persson ist ein, selbst für die 60er Jahre, ausgefallenes Design-Objekt.
Es ist sehr filigran gearbeitet, der schlichte vierkantige Reif mit dem raffinierten Verschluss hält  eine Verästelung von vierkanteigen, gebogenen Goldstäben, an deren Ende jeweils eine Perle angebracht ist. Sie sind nicht nicht spiegelbildlich angeordnet sondern dem, in der Natur vorkommenden, organischen Wachstum von feinen Blüten nachempfunden.
Es ist ein zauberhaftes, zeitloses Schmuckstück, das sich im hervorragenden Zustand befindet. Die Perlen haben ein schönes Lüster und durch die unterschiedliche Anordnung scheinen sie immer in Bewegung zu sein.
Sie erzeugen ein wunderschönes Lichtspiel und das  Collier ist eine sehr ausgefallene und schöne Interpretation der Natur, die in den 60er Jahren im Schmuckdesign ihren Widerhall hatte.

Durch die Leichtigkeit des Schmuckstückes ist es zu sehr vielen Gelegenheiten tragbar und eine Zierde für seine Trägerin.

 

Sigurd Persson (1914-2003)

wurde im Stadtteil Stattena in Helsingborg als Sohn des Silberschmieds Frithiof Persson und seiner Frau Lina geboren. Ab 1933 lebte die Familie in Tågaborg. Sein Vater hatte 1912 in der Stadt eine Goldschmiedewerkstatt eröffnet, in der Sigurd schließlich in die Lehre ging. Sein Vater arbeitete auch eine Zeit lang bei dem Silberschmied Anders Nilsson in Lund, dem Vater von Wiwen Nilsson. Persson legte 1938 seine Gesellenprüfung ab und begab sich dann auf eine Reise. Da seine Mutter aus Deutschland stammte und er daher die Sprache gut beherrschte, entschied er sich, seine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in München fortzusetzen. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde sein Studium unterbrochen und er schrieb sich an der Hochschule für Kunst und Industrie in Stockholm ein, wo er 1942 sein eigenes Atelier eröffnete. Von 1943 bis 1945 war er auch im Atelier Borgila tätig, wo er als Schmuckdesigner arbeitete und jüngere Silberschmiede unterrichtete.

Er gehörte zu der neuen Generation von Edelschmieden, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufkam und in der das Designdenken im Vergleich zu dem von der Jugend inspirierten Stil, der vor dem Krieg dominiert hatte, vereinfacht wurde. Die zunehmende Industrialisierung des Handwerks verlangte auch nach einfacheren Stilen. 1949 ging Persson eine Partnerschaft mit der Firma Silver and Steel (S&S) ein, mit der er mehrere erfolgreiche Produktionen durchführte. Die Zusammenarbeit dauerte 40 Jahre. In dieser Zeit entwarf er eine Vielzahl von Konsumgütern, darunter die Doppelkarotte Cultura (1953) und den Kaffeekessel Mamsell (1963). Seine erste Ausstellung fand 1950 in Stockholm statt, und in den 1950er und 60er Jahren dominierten Alltagsgegenstände wie Besteck und Kaffeekannen sowie kirchliches und profanes Silber sein Werk. In der Nachkriegszeit wurden Kirchen zu häufigen Auftraggebern, und Persson gilt als einer der Erneuerer des schwedischen Kirchensilbers mit seinen kraftvollen, aber einfachen und raffinierten Formen. Auf der Ausstellung H55 in Helsingborg 1955 wurde zum ersten Mal die Besteckserie Servus gezeigt, die Persson 1953 entworfen hatte. Die Serie erfreute sich großer Beliebtheit und wurde in Schweden zu einem bekannten Besteckstück. In der Folge gewann er 1959 einen Wettbewerb für neues Besteck für die SAS.

Der internationale Durchbruch gelang Persson 1960 mit der Ausstellung 77 Ringe bei NK in Stockholm. Sein Tätigkeitsfeld erweiterte sich und in den 1960er Jahren entwarf er für Åry Stålmöbler Stühle aus Stahlrohr und Sperrholz. 1964 entwarf er für Kronborsten die bekannte Spülbürste aus Kunststoff, und in den 1960er Jahren wurde er gebeten, neue Embleme für die Uniformen der schwedischen Streitkräfte zu entwerfen. 1967 wurde er von der Glashütte Kosta eingestellt, wo er unter anderem farbige Untersetzer mit eingravierten Dekoren von Lisa Bauer sowie die Slottsservisen entwarf. Im Jahr 1976 gewann Persson den Wettbewerb zur Gestaltung der neuen schwedischen Fünf-Kronen-Marke, die noch heute verwendet wird.

Persson arbeitete bis zu seinem Tod, und während seiner Karriere zeigte er ein breites Register, indem er Objekte aus Silber, rostfreiem Stahl, Gusseisen, Emaille, Glas und Plastik entwarf. Die Werke sind oft von der Natur inspiriert und weisen stilisierte organische Merkmale auf.

Er wurde 1958 mit der Gregor-Paulsson-Statuette des schwedischen Handwerksverbandes, 1969 mit der S:t-Egelius-Medaille des schwedischen Juwelier- und Goldschmiedeverbandes und 1970 mit der Prinz-Eugen-Medaille für herausragende künstlerische Leistungen ausgezeichnet. Außerdem wurde er 1983 mit der Helsingborg-Medaille ausgezeichnet.

Seine Werke sind in mehreren Museen auf der ganzen Welt vertreten, darunter das Nationalmuseum und das Nordische Museum in Stockholm, das Röhsska Museum in Göteborg, das Örebro County Museum, das Helsingborg Museum, Det Danske Kunstindistrimuseum in Kopenhagen, das Kunstindustrimuseet in Oslo, das Musée des Arts Décoratife in Paris und das Museum of Modern Art in New York, Victoria and Albert Museum, National Gallery of Victoria, Philadelphia Museum of Art, Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum, Drammen Museum, Helsingborg Museum, Kulturen, Halland Museum of Cultural History, Armémuseum, Smålands Museum, Sundsvall Museum und Postmuseum[. Sein Sohn, Jesper Persson, leitet die Galerie Sigurd Persson am Sankt Jörgens plats in Helsingborg.

(Wikipedia)

Gold Collier mit Perlen, Sigurd Persson, Stockholm 1965
Nach oben scrollen