Zucker und Sahneset, Hans Hansen, Kolding 1938

Sahne & Zuckerset
Hans Hansen
Kolding 1938

Beschreibung

Feines Zucker und Sahneset
Hans Hansen

925er Silber
Mod.: HH 264 v. 1937
Entw.: Karl Gustav Hansen
Ausf.: Hans Hansen
Kolding 1938
H: 6,7cm, Ø: 7,9cm, 171,8g
Lit.: Karl Gustav Hansen, Sølv/Silber 1930-94, S.156

Feines Zucker und Sahneset auf flachem Stand. Der Korpus ist schlicht und schwingt im unteren Drittel weit aus, um sich im oberen Bereich wieder zu verjüngen. Die Wandung ist leicht gehämmert. Die Handhaben sind jeweils weit unten angesetzt und schwingen ohrenförmig aus. Der Deckel der Zuckerdose liegt oben auf und ist mit einem feinen gebördelten Rand versehen. Der Knauf des Deckels besteht aus einer Kugel die von nebeneinander gesetzten Silberfäden gehalten wird. Ein sehr schönes Stilelement.
Das Silberkännchen hat den ebenfalls weit gebauchten und gehämmerten Korpus. Auch hier schwingt die Handhabe weit vom Korpus ab, um am Rand des Kännchens wieder bogenförmig anzukommen. Die kurze und kräftige Schnaupe ist am Kännchen gerade angesetzt, weitet sich aber konisch in Richtung des Randes. Die Oberfläche von Schnaupe und Handhaben sind im Gegensatz zur Wandung nicht gehämmert.
Das Set ist im guten Zustand und kann jederzeit zum Ensatz kommen. Es entwickelt durch die leicht gehämmerte Oberfläche ein wunderschönes Lichtspiel und ist ein Hingucker auf jedem Tisch.

 

Karl Gustav Hansen (1914-2002)

Karl Gustav Hansen, der Sohn des Silberschmieds Hans Hansen (1884-1940), beendete 1934 seine Lehre in der Werkstatt seines Vaters.
Mit seinem Vater eröffnete er 1932 ein Geschäft in Kopenhagen und im Jahre 1938 verlegte man die Werkstatt für Korpusware ebenfalls nach Kopenhagen. Die Menschen konnten von der Straße aus den Silberschmieden bei ihrer Arbeit zuschauen.

Karl Gustav Hansen war mit einem außergewöhnlichen Talent ausgestattet und wurde zusätzlich in der Zeit von 1935-1938 an der Art Academy als Bildhauer bei Prof. Utzon-Frank ausgebildet.

Im Jahr 1940 starb Hans Hansen und sein Sohn Karl Gustav Hansen übernahm den väterlichen Betrieb im Alter von 25 Jahren.
Seine Entwürfe von Korpusware, Bestecken und Schmuck waren geprägt vom Stil des Art Deco und des Funktionalismus.
Sie zeichneten sich durch außergewöhnliche und elegante Formen aus und waren von sehr hoher handwerklicher Qualtität.

1962 zog sich KGH aus der Firmenleitung zurück, um sich vermehrt der künstlerischen Arbeit widmen zu können.
Seine Arbeiten arbeiten befinden sich in vielen privaten Sammlungen und Museen im In-und Ausland, so nahm er an den Weltausstellungen 1935 in Brüssel, 1937 in Paris, 1939 und 1964 in New York teil. Er ist mit seinen Arbeiten  im Kunstindustrimuseum in Kopenhagen, im Nationalmuseum in Stockholm, im Metropolitan Museum of Art in New York und im Victoria & Albert Museum in London vertreten.

(Jörg Schwandt, Karl Gustav Hansen, Sølv/Silber 1930-1994)

Zucker und Sahneset, Hans Hansen, Kolding 1938
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