Tapio Wirkkala, Schale, Hämeenlinna 1958

Schale
Tapio Wirkkala
Hämeenlinna 1958

 

Kategorie:

Beschreibung

Schale, Tapio Wirkkala

916er Silber/Rosenholz
Mod.: TW 58 – 1955
Entw.: Tapio Wirkkala
Ausf.: Kultakeskus Oy
Hämeenlinna 1958
H: 3,5cm, B: 26cm (Korpus: 21cm), T: 19cm
Lit.: „TW Hand eye and thought“ S. 361
„Tapio Wirkkala, Collection Kakkonen, Finnisches Design – Glas und Silber“ S. 209, 356

Diese Schale von Tapio Wirkkala ist ein Exemplar aus einer Reihe von blattförmigen Objekten, die durch internationale Ausstellungen in den 1950er Jahren weltberühmt wurden.

Diese Schale hat eine blattförmige, stilisierte Form. Sie ist nach innen leicht zweiteilig gewölbt und in der Mitte durch eine ebenso stilisierte „Mittelrippe“, die sich in der Mitte leicht erhebt, unterteilt.
Die Schale steht auf dem leicht gewöbten Grund und ihr Rand ist flach nach außen geformt.
Die stilisierte Mittelrippe verläuft in weicher Form über die Schale hinaus und bildet, wie in der Natur den Übergang zum Blattstengel, hier den Übergang zu den Handhaben.

Die beiden Rosenholzemente der Handhaben wirkten wie leicht gehalten.
Sie sind jweils von der Mitte aus zu den Enden konisch zulaufend gearbeitet. Den Abschluß bilden vier kleine knospenähnliche Verzierungen and den glatten Enden der Rosenholzelemente.

Die Wandungen sind glatt gearbeitet und das Stück befindet sich im hervorragenden Zustand.

 

Tapio Wirkkala (1915 – 1985)

war ein finnischer Designer und Bildhauer. Wirkkala gilt als die führende Figur in der finnischen zeitgenössischen Kunstindustrie.

Das goldene Nachkriegszeitalter der finnischen Kunstindustrie bis in die 1960er Jahre wurde als „Wirkkala-Zeit“ bezeichnet. Wirkkala entwarf mehrere klassische Objekte wie die Kantarelli-Vase, Banknoten für die Bank von Finnland sowie Wodkaflaschen aus Koskenkorva und Finlandia. Besonders bekannt sind die von Wirkkala für Iittala entworfenen Gläser.

Seit 1952 arbeitete Wirkkala für die finnische Glasfabrik Iittala, die durch die Entwürfe Wirkkalas und vor allem Alvar Aaltos international bekannt geworden ist.
Zu Wirkkalas bekanntesten Entwürfen zählt die Trinkglasserie Tapio sowie seine blätterförmigen Holzschalen, die so genannten Leaf dishes aus den 1950er Jahren.

Seit 1957 arbeitete er für Rosenthal. Zu seinen Porzellan-, Glas- und Besteckentwürfen zählen Century, Composition, Kurve, Polygon, Taille und Variation.
Das Service Century wurde in die ständige Sammlung zeitgenössischen Designs des Centre Georges Pompidou in Paris aufgenommen, Variation findet sich heute in der Sammlung des MoMa in New York.

Im Jahr 1964 wurden Arbeiten von ihm auf der documenta III in Kassel in der Abteilung Industrial Design gezeigt. Wirkkala erhielt 1968 für das Rosenthal-Porzellan Rotunda die Medaglia d’Oro.
1972 wurde er mit der finnischen Auszeichnung Akademiker der Kunst (Taiteen akateemikko) geehrt.

Tapio Wirkkala war verheiratet mit der Künstlerin Ruth Bryk (Tochter des Künstlers und Insektenforschers Felix Bryk). Die Tapio Wirkkala Rut Bryk Foundation in Helsinki erinnert an die Werke beider Künstler, deren gemeinsame Tochter Maaria Wirkkala ebenfalls eine international erfolgreiche Künstlerin ist.

(wikipedia.org)

Tapio Wirkkala, Schale, Hämeenlinna 1958
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